Im Rahmen des Projektes wurden 2009 in der Innenstadt von Bad Segeberg 50 Geschäfte mit unterschiedlichem Format (Geschäftsart) getestet.
Das Ergebnis war mehr als "erschreckend", so kommentierte es hinterher die lokale Presse. Nur zwei Geschäfte überschritten die Hürde der geforderten 80 % und durften anschließend im Rahmen der Urkundenübergabe im Rathaus ihre Auszeichnung entgegen nehmen.
Ausgezeichnet wurden:
Juwelier Pearls! * Volke & Samrei (Optiker) *
So urteilte die Presse (z.B. Lübecker Nachrichten 09/2009) über das Ergebnis der Bad Segeberger Innenstadt:
Gefahr für die Innenstadt: Schritt für Schritt in die Verödung

Bad Segeberg – Das sei wohl ein „bisschen aus dem Ruder gelaufen“, erklärte gestern Bad Segebergs Bürgermeister Dieter Schönfeld (SPD). Er war von den LN auf die schlimmen Ergebnisse der Testkäufe in der Innenstadt angesprochen worden.
Sein Ziel sei eigentlich nicht gewesen, dafür zu sorgen, dass alle Kaufleute in der Studie nun schwer kritisiert werden, sondern eher, dass positive Beispiele in der Kaufmannschaft herausgestellt werden.
Wie berichtet, hatte das Unternehmen frink BUSINESS GMBH bei seinem City-Shopping-Check mit Testeinkäufen von acht Testern in 50 Geschäften, Bistros und Restaurants die Innenstadt auf Kundenfreundlichkeit überprüft. Neben wenige positiven Ausnahmen landeten 42 Geschäftsleute in der schlechtesten Kategorie. Die Segeberger Kaufleute bekamen ein denkbar schlechtes Zeugnis. Demnach werde der Kunde manchmal eher als Störenfried behandelt und nicht als „König“. Schönfeld zeigte sich erschüttert. Er selbst habe die Untersuchung mit einem Geldgeber initiiert und nicht die Stadtmarketing GmbH, stellte er gestern klar.
Derartige Informationen sollten für das geplante innerstädtische „Fitnessprogramm“ gesammelt werden. Auch das drohende Factory Outlet Center in Neumünster könnte nach einer internen Untersuchung für etwa 80 Prozent der City-Geschäfte existenzgefährdet sein. Factory Outlet Center sind Einkaufszentren, in denen Markenwaren unter Ausschaltung des Groß- und Einzelhandels mit Preisnachlässen direkt an die Endverbraucher verkauft werden.
Auch könnte der Innenstadt durch die Ansiedlung eines Einkaufszentrums im Randbereich der City mit bis zu 3000 Quadratmetern Verödung drohen. Ist da Bad Segebergs Fußgängerzone derzeit gut aufgestellt? Glaubt man den Testkäufern, habe die Innenstadt hier „erheblichen Optimierungsbedarf“, interpretiert Schönfeld die Ergebnisse. Die Untersuchung sei hilfreich, um zu sehen, „wie wir wirklich dastehen“, so Schönfeld.
Von Wolfgang Glombik